Sensibilisierung von Sportvereinen
Körperliche Aktivität und Sport führen durch die vermehrte Muskelarbeit zu einer verstärkten Wärmeproduktion. Durch Sport bei hohen Außentemperaturen ist der Körper zusätzlich belastet. Längerer Hitzestress beim Sport kann bei Sportler*innen aller Altersgruppen zu ernsthaften und teils lebensbedrohlichen Hitzeerkrankungen führen. Sportvereine sollten daher für die Risiken und Schutzmaßnahmen beim Training im Freien an heißen Tagen sensibilisiert sein.
Maßnahmen zur Sensibilisierung von Sportvereinen in Ihrer Kommune können sein:
- Erstellen Sie Informationen über Symptome von Hitzefolgen und Verhaltensempfehlungen für Sportvereine, die Sie in einer jährlichen E-Mail zur Vorbereitung auf den Sommer an die Sportvereine in Ihrer Kommune schicken.
- Regen Sie die Sportvereine in Ihrer Kommune dazu an, eigene Hitzeschutzkonzepte für den jeweiligen Verein zu entwickeln oder Kooperationen mit anderen Vereinen einzugehen.
- Halten Sie die Sportvereine dazu an, die Hitzewarnungen des DWD zu abonnieren, um im Akutfall schnell und effektiv reagieren zu können.
- Beachten Sie einen ausreichenden sommerlichen Hitzeschutz beim Neubau und bei der Sanierung von Sportstätten.
Hilfreiche Materialien
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) stellt auf der Webseite „Klima, Gesundheit und Sport“ Informationen zu klimabedingten Gesundheitsrisiken im Sport zur Verfügung. Neben Hitze, Extremwettereignissen und der UV-Strahlung als direkte Auswirkungen, spielen ebenso Infektionen & Vergiftungen, inhalative sowie mentale Risiken eine entscheidende Rolle für Sportler*innen und denen im Sport beteiligten Personen. Auf der Webseite sind individuelle Verhaltenstipps, Hinweise für Trainer*innen und mögliche Anpassungsmaßnahmen für Vereine & Verbände zu finden.
Der Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport (PDF, 0.8 MB) ist eine Bundesempfehlung des Bundesgesundheitsministeriums, um alle Zielgruppen im Breitensport vor hitzebedingten
Gesundheitsrisiken besser zu schützen. Vereinen und Verbänden soll
dieser Plan helfen, Sporttreibende, hauptamtlich Mitarbeitende und
freiwillig Engagierte, z. B. Trainerinnen und Trainer, Kampfrichterinnen und Kampfrichter, Funktionäre und Servicekräfte, ebenso wie Zuschauerinnen und Zuschauer vor hitzebedingten Gesundheitsrisiken zu schützen.
Das Projekt KLIMASPORT stellt Sportvereinen, Sportler*innen und anderen Einrichtungen und Funktionär*innen der Sportbranche kostenlos Bildungsmodule zur Verfügung, die unmittelbar und ohne Vorkenntnisse eingesetzt und genutzt werden können.
Das Programm „Clever in Sonne und Schatten“ unterstützt Sportvereine, Trainer*innen und Sportler*innen mit praxisnahen Materialien zum Sonnenschutz. Vereine erhalten kostenlos Projektpakete mit Postern, Checklisten und Infomaterialien, die ohne Vorkenntnisse eingesetzt werden können. Ziel ist es, das Bewusstsein für UV-Schutz zu stärken, geeignete Schutzmaßnahmen in den Sportalltag zu integrieren und langfristig Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit zu sichern. Das Programm wurde am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe entwickelt
Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention gibt Empfehlungen für Sport bei hohen sommerlichen Temperaturen , speziell für Kinder und Jugendliche.
Der DOSB und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stellen Sportvereinen und Verbänden die kostenlose Broschüre „Praxistipps zum UV-Schutz“ (PDF, 1.9 MB) zur Verfügung. Sie enthält unmittelbar einsetzbare Empfehlungen zur praktischen Umsetzung von Sonnenschutzmaßnahmen im Sportalltag.
Ähnliche Maßnahmen
Checklisten für hitzegerechte Veranstaltungen
Empfehlungen für die Planung von Veranstaltungen im Sommer
Öffentliche Verbreitung der Hitzewarnung des Deutschen Wetterdiensts
Kommunikation von Hitzewarnungen an die breite Bevölkerung und an sensible Einrichtungen
Öffentliche Sensibilisierungskampagne
Risikoinformationen und Verhaltensempfehlungen
Zentrale Koordinierungsstelle
für die Erstellung und Umsetzung eines Hitzeaktionsplans
Hitzeschutz für Menschen, die im Freien arbeiten
insbesondere Beschäftigte aus der Landwirtschaft, dem Gartenbau sowie dem Straßen- und Bauwesen
© Bundesministerium für Gesundheit
Verschlagwortet Sensibilisierung von Sportvereinen